viastore systems GmbH
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23.07.2010

Schüler entwickeln Logistikideen für die Zukunft

Wie wird die Logistik in Zukunft angesichts solcher Herausforderungen wie Ressourcenknappheit, drohendem Verkehrsinfarkt und dem Älterwerden der Gesellschaft reibungslos funktionieren? Mit dieser Frage haben sich 20 Schüler einer Kerschensteinerschule in Stuttgart-Feuerbach beschäftigt. Eine Woche lang waren die Nachwuchsforscher dieser beruflichen Schule mit technischem Gymnasium im Rahmen der Initiative „Jugend denkt Zukunft“ beim Logistikspezialisten viastore systems GmbH zu Gast. Ihr Ziel: Das Logistikzentrum der Zukunft zu entwickeln. Die Ergebnisse haben sie jetzt vorgestellt.

Dabei entwickelten sie Lösungen, mit denen zum Beispiel Patienten im Krankenhaus oder in Pflegeheimen fehlerfrei und effizient mit Medikamenten versorgt werden können. Dadurch soll das Personal mehr Zeit für ihre eigentlichen Pflegeaufgaben bekommen. Eine andere Idee beschäftigte sich damit, wie ein Supermarkt mobil gemacht werden kann, damit er die Menschen versorgen kann, die nicht mehr einkaufen gehen können oder in strukturschwächeren Gegenden leben. Der dritte Vorschlag zeigte auf, wie Überseecontainer an Hafen automatisch umgeschlagen werden können und damit die Arbeit für die Hafenarbeiter erleichtert wird. Im Vordergrund standen für die Jugendlichen der schonende Umgang mit Ressourcen und die Nutzung alternativer Energiequellen. Während der fünf Tage haben die Jugendlichen einen tiefen Einblick in die Arbeitsweise und Produktwelt eines mittelständischen Unternehmens erhalten, das sich auf die Errichtung von automatisierten Hochregallagern und Lagersoftware spezialisiert hat und dabei zu den Weltmarktführern zählt.

Besonders beeindruckt zeigten sich die Jugendlichen beim Besuch des automatischen Lagers des Modeunternehmens Hugo Boss in Metzingen, der damit seine Fertigung versorgt. Warum sich ein Unternehmen wie viastore in einem solchen Projekt engagiert? Philipp Hahn-Woernle, Mitglied der Geschäftsleitung bei viastore, führt zwei Gründe an: „Zum einen haben wir als international ausgerichtetes Unternehmen auch in unserer Heimat eine Verantwortung. Deshalb haben wir in Stuttgart eine Partnerschule gesucht. Zum anderen möchten wir nicht über die Nachwuchsprobleme im technischen Bereich klagen, sondern etwas tun.“ Hinzu kommt: „Wir entwickeln seit Jahren Logistiksysteme. Da ist es wichtig, dass uns junge Menschen zeigen, wie sie die Zukunft in diesem Bereich sehen. Dieses frische Denken tut uns nur gut.“

"Jugend denkt Zukunft" richtet sich an Schüler aller Schultypen der Jahrgangsstufen neun bis zwölf. Diese entwickeln in nur fünf Tagen mit und in Unternehmen Produkte und Dienstleistungen für die Welt von morgen und erleben Innovationsprozesse hautnah. Die UNESCO hat „Jugend denkt Zukunft“ zum offiziellen Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ernannt.